Was bildet der Weser Luftsportverein aus?

 

Wir bilden aus zum Segelflugzeugführer und zum Privatflugzeugführer mit Klassenberechtigung Reisemotorsegler!

 

Wann kann ich Anfangen zu fliegen?

 

Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer kann man mit 14 Jahren beginnen, und den Luftfahrerschein für Segelflugzeuge kann man dann mit 16 Jahren machen.

Beim Motorsegler muss man mindestens 16 Jahre alt sein, und kann den Luftfahrerschein dann mit 17 in den Händen halten.

 

Spaß - Verantwortung - Technik - Hilfsbereitschaft und frische Luft--eben :

 

“Sinnvolle Freizeit - Segelfliegen!”

 

Wie läuft der Tag auf dem Flugplatz ab?.

 

-Segelfliegen

 

Flugschüler, Fluglehrer und Scheinpiloten bereiten gemeinsam den Flugbetrieb vor.  Sie holen die Flugzeuge aus der Halle, rüsten sie auf, und bringen sie zum Startplatz.

Die Startwinde wird aufgestellt. Sind die Seile ausgezogen, kann es losgehen. Lautlos dahin gleiten oder in der Thermik (aufsteigende Luftmassen) kreisen - jede Minute genießen. Jeder Flug ist ein neues Erlebnis, Herausforderung und Spaß zugleich. Allein in der Luft und doch wird eine Mannschaft am Boden benötigt, damit einer überhaupt erst in die Luft kommt. So muss man warten können. Bei guten Gesprächen am Startplatz sich unterhalten oder in der Sonne ein Nickerchen machen, bis man dann endlich selbst dran kommt. Segelfliegen bedeutet Zeitaufwand. Doch der lohnt sich. In der Luft genießt man jeden Augenblick. Am Wochenende oder an Feiertagen wird bei fast jedem Wetter Flugbetrieb durchgeführt. (Solange es nicht regnet oder der Wind einen umbläst.) Am Abend werden die Flugzeuge gemeinsam gewaschen und in die Halle geräumt .Danach sitzt man gemütlich zusammen und lässt die Erlebnisse des Flugtages noch einmal Revue passieren.

 

 

 

-Motorfliegen

 

Entsprechend ausgerüstet und mit ausreichender Motorkraft kann ein Motorsegler selbst starten und führt die Insassen (Pilot und Begleiter) aus der Platzrunde (Luftraum am Flugplatz) heraus. Ein weit reichender Blick über die "Waterkant" lässt einen die besondere Schönheit unserer Landschaft erkennen. Da das Motorseglerfliegen keine Mannschaft benötigt wie der Segelflug, lässt sich auch mal zwischendurch - z.B. nach Feierabend - ein Flug machen und bietet vor allem Menschen mit wenig Zeit, die Schönheit des Fliegens kostengünstig zu erleben. Doch nicht nur Fliegen ist angesagt. Dazu gehört ebenso das Waschen des Flugzeugs nach dem Flugbetrieb wie Wartungsarbeiten in der Winterpause.

 

Wie lange dauert die Ausbildung zum Segelflugzeugführer/ Motorflieger?

 

Wie lange es dauert, hängt von der Zeit ab, die man selber aufbringt. Im Allgemeinen dauert es 2 – 3 Jahre.

Die Ausbildung ist in 3 Abschnitte unterteilt. Jeder dieser Abschnitte schließt mit einem kleinen Theorie- und Praxistest ab.

 

Im ersten Abschnitt lernt der Flugschüler/die Flugschülerin alle grundlegenden Fähigkeiten wie die Wirkungsweise der Ruder, geradeaus fliegen, Kurven fliegen, langsam fliegen sowie Start und Landung. Am Ende dieses Abschnittes darf das erste mal alleine geflogen werden, der Fluglehrer beobachtet den Flug vom Boden aus und hält über Funk Verbindung zum Piloten.

Im Zweiten Abschnitt werden die oben genannten Fähigkeiten noch weiter vertieft, es kommen Schnellflug und
Thermikfliegen hinzu. Abschließend ist zu zeigen, dass das Flugzeug in einem Feld von 50x200m sicher gelandet werden kann.

Im Dritten Abschnitt werden weiter alle Fähigkeiten geübt. Es erfolgen jetzt auch Umschulungen auf andere Muster.
Thermik finden kann und längere Zeit fliegen ist nun das Ausbildungsziel.

Ganz zum Schluss erfolgt dann die Überlandflugeinweisung mit Starts und Landungen auf fremden Flugplätzen,
Außenlandeübungen und Navigationsflügen. Dann ist ein Flug über mindestens 50km selbst vorzubereiten und durchzuführen.

Teil aller Abschnitte ist neben der praktischen Ausbildung auch die Theorie. Diese wird meist im Winter von den
Fluglehrern vermittelt aber auch bei der jeweiligen Übung durchgesprochen.

Neben der Flugausbildung muss auch noch eine Sprechfunk-Ausbildung für den Luftverkehr gemacht werden und eine Prüfung bei der Bundesnetzagentur abgelegt werden. Um diese zu bestehen, findet auch eine spezielle Schulung statt.

Wenn man alle Übungen beherrscht, ein Funksprechzeugnis hat und die Theorie fleißig gelernt hat wird man
von der Luftfahrtbehörde überprüft. Nach dem Bestehen bekommt man seine Lizenz kurze Zeit später per Post.

 

Was kostet es für mich?

 

Immer wieder wird vermutet, dass Fliegen nur etwas für Reiche ist. Das stimmt aber nicht. Segelflug im Vereinsbetrieb ist nicht viel teurer als andere Sportarten. Da Ausbildung und Technik ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern durchgeführt wird, hält sich der Kostenrahmen in Grenzen. Für Schüler, Studenten, Azubis und Wehr- und Zivildienstleistende gelten ermäßigte Beiträge.